Zweiter Jedediah Smith Trail 1824 — 1826
9. Tag: 30. August 2010 Pittsburgh (Automatik)
Heute muss ich mir leider selber Frühstück machen. Also haue ich mir wieder die drei Eier in die Pfanne, dann fahre ich los. Zuerst schaue ich noch sicherheitshalber nach einem Magneten für die neue Automatikwanne. Pep Boys schickt mich weiter zu NAPA, die wiederum weiter zu Dan’s Transmission. Der ist noch ein Stück weiter außerhalb und kaum zu finden. Er ist im Hinterhof. Das ist ein richtig netter, kleiner Familienbetrieb, der mir sofort sympathisch ist. Ich denke, wenn ich mal was mit Automatik zu tun habe, dann würde ich da vorbeischauen!
Gerade kommt der Mechaniker von der Probefahrt zurück. Ich frage ihn nach einem Magneten und er gibt mir einen, der gerade rumliegt. Den hat er aus einem GM raus. Aber es ist egal, was für ein Magnet da reinkommt. Wegen Zahlung meint er, da brauche ich nichts zu zahlen – es sei denn, ich würde ihm $5000 geben. Ich meine, wenn ich in der Lotterie gewinne, komme ich zurück! Die Antwort gefällt ihm und er klopft mir auf die Schulter! Das ist ein wirklich sympathischer Laden.
Jetzt geht es zurück zu David. Ich fahre gleich auf die Interstate 79. Doch was ist das? Stau! Ich schalte gleich mal meinen CB–Funk ein und ich höre, dass da eine Baustelle ist. Na klasse! Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich auf der 19er weiter gefahren und bei Warrendale auf die Interstate. Aber jetzt bin ich schon drin.
Aber es geht trotzdem ganz gut voran. Nur den Lüfter muss ich manuell ein paar mal einschalten. Der kühlt relativ schnell runter, das geht echt gut! Aber auf Dauer ist es ziemlich nervig manuell zu schalten. Also werde ich doch den Thermostat besser einstellen, wenn ich bei David bin.
Dort angekommen versuche ich zuerst direkt an die Stellschraube zu kommen. Dabei verbrenne ich mir aber überall Arm und Finger und an die Schraube komme ich auch nicht ran. Also muss ich doch die Verkleidung etwas abschrauben, damit ich es aufbiegen kann. So geht es besser. Aber trotzdem verbrenne ich mich überall. Nach einigem Gefummel (und mittlerweile auch mit dem Ärmel runtergekrempelt) schaffe ich es endlich, den Thermostat so hinzubekommen, dass er gerade rechtzeitig ausschaltet. Allerdings weiß ich nicht, wann er einschaltet. Aber das sollte ich ja bald mitbekommen. Immerhin habe ich noch meinen manuellen Schalter, wenn alle Stricke reißen!
Dann fahre ich in die Garage und mache als Erstes die neue Schalterbank rein. Schließlich muss ja alles erstmal abkühlen. Auch muss ich nochmal den linken Nebelscheinwerfer wegbauen, weil die Halterung nicht richtig fest ist. Mittlerweile ist es schon wieder Mittag!
Ich baue als nächstes meinen Unterfahrschutz vom Verteilergetriebe weg. Dann stütze ich die Automatik mit einem Stück Holz am Träger ab. Jetzt kann ich den Querträger abschrauben. Nun sollte ich an die Ölwanne hinkommen — und die Sauerei kann beginnen. Es ist wie immer: Zuerst vorsichtig die Schrauben aufmachen und schauen, dass ich alles so halbwegs über dem Trichter halte — während mir das Öl auf Kopf, Arme und Hände tropft. Ich hasse diese Sauerei!
Schließlich habe ich alles so weit geöffnet, dass ich die Wanne auskippen kann. Es ist ein ziemlicher Balanceakt, wenn man mit einer Hand die wabbelnde Wanne halten muss und mit der Anderen die letzte Schraube rausdreht! Aber es geht und ich bekomme so ziemlich alles in den Trichter!
Dann prüfe ich die neue Wanne. Es sieht gar nicht mal so schlecht aus. Aber ich muss den Querträger zurückschieben. Heraus bekomme ich den so ohne weiteres nicht, weil die Drehstabfedern jetzt unterhalb verlaufen und ich nicht mehr dran vorbei komme! Aber dazu muss die Gummipufferhalterung von der Automatik weg, an der ich mir schon vor acht Jahren die Zähne ausgebissen hatte. Aber mit dem großen Schlüssel schaffe ich es! Ich bin ganz stolz!
Jetzt kann ich den Querträger nach hinten schieben und die neue Wanne passt! Sie hat zwar nicht viel Spiel zum Auspuff, aber es sollte klappen. Also baue ich alles mit dem Filter um und sehe noch, dass eine Feder, die auf den Filter drücken sollte, fehlt! Aber bei der neuen Wanne ist ja diese Feder dabei. Also ist alles bestens!
Okay, jetzt nochmal hinhalten, doch was ist das?! Mist, wenn der Filter drin ist, komme ich am Auspuff nicht mehr vorbei. Ich versuche auch, ob ich es schaffe, wenn ich Filter und Wanne vorbeifädele und dann versuche den Filter reinzubekommen. Aber das klappt auch nicht, keine Chance! Was für ein Mist!
Also muss doch wieder die alte Wanne rein und alles ausbauen. Mein Silikon, das schon etliche Jahre alt ist, ist immer noch gut. Das kann ich noch immer verwenden! Jetzt kann ich die Wanne montieren und die Schrauben leicht festziehen. Eine Stunde muss das Silikon aushärten.
In der Zeit mache ich das Verteilergetriebe. Das Einfüllen wird wieder ein ziemlicher Akt mit der Spritze. Aber ich ziehe nicht mehr auf, sondern fülle das Öl direkt von hinten in die Spritze. Dann geht es besser. Endlich habe ich das geschafft und es ist schon sechs Uhr.
Perfekt, dann kann ich gleich die Automatik festziehen und den Querträger anbauen. Doch das Getriebe hat mittlerweile nachgegeben und ich bekomme den Querträger nicht mehr rauf. Aber da ist ja noch der hintere Lift mit Pressluft. Der geht ganz leicht zum Verschieben und den bekomme ich auch soweit nach vorne, dass es reicht!
Den fahre ich unter den Träger, lege ein dickes Holzstück ein und hebe an. Vorsichtig dosiert bekomme ich den genau aufs Loch geschoben. So kann ich die Schrauben ganz gemütlich einfädeln. Nur die untere Schraube, die ich letztes Jahr ersetzt habe, drehe ich beim erneuten Anschrauben ab!
Aber ich werde bei David fündig. Allerdings muss ich eine Mutter mit Beilagscheibe einsetzen, was im Rahmen nicht ganz einfach ist. Aber mit etwas Schmiere klebe ich die Beilagscheibe an die Mutter. Das passt dann schon.
Weiter geht es mit dem Öl einfüllen. Ich fülle schon mal gut auf und sehe, dass alles dicht ist. Dann starte ich und fülle nach, bis es passt. Auch jetzt ist noch alles dicht und ich kann meinen neuen Unterfahrschutz wieder anbauen. Das ist schon eine ziemlich Fummelei mit der Beilagscheibe, aber es geht halt nicht anders.
Jetzt geht es ans Abschmieren. Dazu muss die vordere Plastikverkleidung nochmal weg. Ich entdecke jede Menge Schmiernippel. Die meisten gehen ganz gut. Aber ein paar sind extrem schwierig zum Befüllen. Aber schließlich ist auch das vollbracht und ich kann wieder alles zusammenbauen.
Jetzt geht es ans Aufräumen. Auch das Frostschutzmittel muss ich aus der Wanne noch umfüllen. Dann schmeiße ich alles ins Auto und fahre gleich weiter. Schließlich ist es schon zehn Uhr! Beim Fahren prüfe ich nochmal den Nebelscheinwerfer und es sieht alles perfekt aus! Endlich bin ich fertig, ready to roll!
Helen ist leider schon im Bett wie ich zu Hause ankomme. Eigentlich will ich sie fragen, ob es ihr was ausmacht, wenn ich zum Essen fahre, weil Sam dann wieder ohne Ende bellt. Aber sie schläft schon, als ich zur Dusche marschiere. Also habe ich keine Chance. Dann esse ich doch nur ein Sandwich nach der Dusche. Gegen halb zwölf bin ich im Bett. Langsam bin ich echt fertig…
Der nächste Tag ist in Vorbereitung…
- Besichtigungen
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- Allgemein
- Frühstück: Zu Hause
- Abendessen: Zu Hause
- Motel: Zu Hause
- Tagesetappe: —