Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Mexiko Teil 1807

Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Mexiko Teil Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Mexiko Teil
Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Mexiko Teil

2003 folge ich den Spuren von Zebulon Montgomery Pike, der von Präsident Jefferson den Auftrag bekommen hatte, den Arkansaw und den Red River zu erkunden und Information über das spanische Gebiet zu sammeln. Die gesamte Reise ist für einen Urlaub zu lang und so habe ich ihn in zwei Teile unterteilt: Der erste Teil geht bis zu dem Punkt in Colorado, an dem er ein kleines Fort errichtet hatte und von den Spaniern gefangen genommen wurde. Der zweite Teil, auf dem ich mich jetzt befinde, folgt seinem Weg zusammen mit den Spaniern. Dieser Weg würde mich tief nach Mexiko führen. Da mir das als Alleinreisender mit meiner ganzen Ausrüstung zu riskant erschien, habe ich mich für eine Reise entlang der Grenze entschlossen, bis ich Pikes Weg in den heutigen USA wieder kreuze.

Zuerst geht es über die Interstates von Pittsburgh bis nach Alamosa in Colorado. Nur wenige Meilen von dieser Stadt entfernt liegt der Platz, an dem Pike am 27. Februar 1807 gefangen genommen wurde. Die Spanier brachten ihn zunächst nach Süden und folgten so ungefähr dem Verlauf des Rio Grande. Die erste Anlaufstelle war Santa Fé. Hier wurde Pike von dem dortigen Gouverneur verhört. Pike beteurte, daß ihm nicht bewußt war, daß er bereits auf spanischem Gebiet wäre. Er hatte den Auftrag den Red River zu erkunden und verwechselte den Rio Grande mit dem Red River. Heute glaubt man aber, daß Pike sehr wohl wußte wo er sich befand, aber den geheimen Auftrag hatte, das spanische Gebiet zu erkunden. Das konnte er natürlich nicht den Spaniern erzählen und auch nirgends in seinen Aufzeichnungen vermerken, da diese ebenfalls von den Spaniern durchgesehen wurden. Als nächstes traf er in Albuquerque auf einen Begleiter seiner Expedition, den er noch vor der Zusammenkunft mit den Spaniern weiter geschickt hatte – Dr. Robinson. Die Spanier durften nicht wissen, daß er tatsächlich zur Expedition gehörte, weil er sonst in große Schwierigkeiten gekommen wäre. Glücklicherweise schöpften die Spanier keinen Verdacht. Und so ging es weiter nach Süden, vorbei an der Jornada Del Muerto, die zur damaligen Zeit eine echte Reise des Todes aufgrund der Wasserarmut war. Heute kann man in den White Sands, die an den Sudausläufern liegen, einen kleinen Eindruck bekommen. Der Rest des Gebietes ist militärisches Gebiet und kann somit nicht mehr besichtigt werden. Die Spanier machten auch damals einen Bogen um diese Gegend und nahmen den mehrtägigen Umweg entlang dem Rio Grande in Kauf. Schließlich erreichte die Gruppe El Paso del Norte, nach dessen Paß die Stadt El Paso benannt ist. Dort verlasse ich Pikes Route und folge weiter dem Rio Grande. Pike mußte mit den Spaniern bis nach Chihuahua reisen, wo er die letzte große Befragung über sich ergehen lassen mußte. Da die Spanier ihm nichts nachweisen konnten behandelten sie ihn nicht wie einen Gefangen. Vielmehr konnte er sich in Grenzen frei bewegen. Er war lediglich unter der dauernden Kontrolle durch die Spanier. Die hatten dann in Chihuahua den Auftrag bekommen Pike bis zur Grenze der damaligen USA zu begleiten „um ihn sicher nach Hause zu bringen“. Tatsächlich wollten sie aber vermeiden, daß er die Gegend erkunden konnte. Die Reise war teilweise sehr beschwerlich und führte die Gruppe durch Wüsten und Gegenden, die von den Indianern immer wieder überfallen wurden. Aber sie erreichten unbeschadet den Rio Grande südlich von Eagle Pass. Dort folge ich wieder den Spuren von Pike. Die erste größere Stadt war San Antonio. Sie verbrachten mehrere Tage in der Mission San José, die auch heute noch zusammen mit den anderen Missionen in dieser Gegend zu besichtigen ist. Dann führt die Reise weiter über San Marcos und Nacogdoches bis zum Sabine River, der die damalige Grenze darstellte. Auch heute ist dieser Fluß noch der Grenzfluß zwischen Texas und Louisiana. Das Ende des Trails ist am 1. Juli 1807 in Natchitoches. Von dort fahre ich durch die Südstaaten Alabama, Georgia und Tennessee weiter durch Kentucky und West Virginia bis nach Pittsburgh in Pennsylvania zurück.

Die Tagesetappen sind in Vorbereitung