Zebulon Montgomery Pike Trail zum Ursprung des Mississippi 1805 — 1806

Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Ursprung des Mississippi Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Ursprung des Mississippi
Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Ursprung des Mississippi

2002 folge ich den Spuren von Zebulon Montgomery Pike, der von Präsident Jefferson den Auftrag bekommen hatte, den Ursprung des Mississippi zu erkunden, entlang dem Fluß Plätze für neue Forts auszumachen und den im Norden ansässigen Trappern, Handlern und Indianern mitzuteilen, daß nicht mehr Großbritannien sondern die USA für dieses Gebiet nun zuständig ist.

Zuerst geht es über die Interstates von Pittsburgh bis nach St. Louis. Wie bereits ein Jahr zuvor Lewis & Clark startete auch Pike vom ehemaligen Camp Wood aus. Am 9. August 1805 brach er mit 20 Mann in einem 20 Meter langem Kielboot auf. Sie hatten mit Stürmen und Stromschnellen zu kämpfen bis sie am 21. August das erste große Treffen mit einem Indianerstamm in der Gegend des heutigen Ft. Madison, Iowa, hatten. Es war ein Mord geschehen, bei dessen Aufklärung er um Hilfe gebeten wurde. Pike konnte diese Situation diplomatisch gut lösen und so ging es weiter nach Norden. Wieder behinderten schlechtes Wetter und Stromschnellen die Expedition. Am 1. September erreichten sie Dubuque, eine Stadt die von Julien Dubuque gegründet wurde. Die Haupteinnnahmen in dieser Gegend waren der Bleiabbau und so hatte natürlich die Regierung Interesse an den tatsächlich abgebauten Mengen wegen der Steuereinnahmen. Doch Mr. Dubuque konnte durch geschickte Ausreden Pike davon abhalten, die Minen zu besuchen und den wahren Umfang festzustellen.

Wieder kämpfte sich die Expedition durch schlechtes Wetter. Am 5. September untersuchte die Expedition die Mündung des Wisconsin. Hier hielt er wieder Treffen mit verschiedenen Indianerstämmen ab. Weiter ging es jetzt mit kleineren Booten bis sie am 21. September St. Paul erreichten. Dort veränderte sich der Fluß deutlich: Das Wasser wurde klarer und die Breite nahm gewaltig ab. Auch hier standen wieder Verhandlungen mit den Indianern an.

Das Wetter wurde zunehmend schlechter, die Stromschnellen immer gefährlicher. Am 16. Oktober fiel der erste Schnee. Sie befanden sich in der Gegend von Little Falls, mit deren Stromschnellen sie zu kämpfen hatten. Hier baute Pike das erste Winterquartier und begann, neue Kanus zu bauen. Am 28. Oktober unternahm er einen weiteren Versuch, bei dem seine Kanus sanken. Sie mußten also noch einmal Neue bauen. Langsam wurde auch die Nahrung knapp. Sie mußten jetzt bereits auf Vorrat für die kommenden Wintermonate jagen. Zusätzlich wurden zu den Kanus auch Schlitten gebaut. Am 9. Dezember unternahm er einen neuen Anlauf und passierte die Stromschnellen. Doch das Wetter wurde immer schlechter. Teilweise brach er mit den Schlitten in dem zugefroreren Fluß ein, teilweise brach auch der Schlitten. Schließlich erreichte er am 3. Januar Sandy Lake, an dessen Ufer ein großer Händler aus dieser Zeit lebte. Von dort unternahm er einige Expeditionen, um den Flußlauf und den Ursprung des Mississippi zu erkunden. Am 1. Februar erreichte er Leech Lake, den er irrtümlich für die Quellen des Mississippi hielt. Tatsächlich war es nur ein Seitenarm des Mississippi. Aber Pike ging davon aus, die Quelle gefunden zu haben und bereitete seinen Rückzug vor. Am 30. April erreichte er wieder St. Louis.

Ich folge jedoch dem Flußlauf des Mississippi weiter bis zu seinem wahren Ursprung aus dem Lake Itasca. Von dort trete ich meinen Rückweg an, dieses mal entlang den Nordufern des Lake Superior und des Lake Huron durch Kanada. Bei Port Huron reise ich von Kanada wieder in die USA ein und fahre über Detroit zurück nach Pittsburgh.

Die Tagesetappen sind in Vorbereitung