Wilson Price Hunt Trail („Astorians”) 1811 — 1812

Karte Wilson Price Hunt Trail Karte Wilson Price Hunt Trail
Karte Wilson Price Hunt Trail

2006 folge ich den Spuren von Wilson Price Hunt, dem Anführer der als „Astorians” bekannt gewordenen Expedition. Der Auftraggeber war John Jacob Astor, der ein Jahr zuvor mit dem Schiff Tonquin um Kap Horn segelte und das Fort Astoria an der Mündung des Columbia Flusses errichtete. Heutzutage ist an dieser Stelle die Stadt Astoria in Oregon zu finden. Hunts Aufgabe war, geeignete Plätze für neue Handelsposten und einen südlicheren Weg über die Rockies zu finden, ohne das Gebiet der feindlichen Blackfeet Indianer zu berühren.

Zuerst geht es über die Interstates von Pittsburgh bis nach St. Louis. Der weitere Weg folgt dem Missouri bis nördlich von Mobridge. Da ich dem Missouri schon des öfteren gefolgt bin, fahre ich dieses mal auf Interstates entlang, bis der Fluß nach Westen schwenkt. Dann geht es auf größeren Highways bis nach Mobridge, wo der diesjährige Trail bei den Arikara Dörfern beginnt. Ich folge dem Grand River nach Westen Richtung Montana. Über den Custer National Forest geht es weiter nach Westen. Im Bereich des Powder River mußte Hunt nach Süden abdrehen, weil die Berge nicht bezwingbar waren. Auf diesem Weg erreiche ich Wyoming und über das heutige Gillette und Buffalo komme ich zu den Bighorn Mountains. Bei Shoshoni treffe ich auf den Wind River und folge diesem bis nördlich von Dubois. Die Wind River Range überquerte Hunt auf dem Union Paß, den ich aufgrund eines Feuers in der Gegend nur von weitem sehen kann. Ich muß also umkehren und über den Togwotee Paß die Bergkette überqueren. In der Gegend von Jackson Hole versuchte Hunt auf Kanus umzusteigen, aber der Snake River war nicht zu befahren. So geht es auf dem Teton Paß über die Teton Mountains und nach Idaho. Bei Henry’s Fort entsandte Hunt Jäger nach Norden um ihre Fleischvorräte aufzufüllen. Ich folge Henry’s Fork bis zu den Mesa Fällen. Dann geht es entlang dem Snake River nach Idaho Falls und Twin Falls. Schließlich erreiche ich Bruneau und mache einen kleinen Abstecher zu den Sanddünen. Dem Snake folgte Hunt nur noch ein kurzes Stück, dann wurde es unmöglich dem Ufer auf Pferden zu folgen. So beschloß er weiter über Land Richtung Norden zu ziehen und erreichte die Gegend des heutigen Boise. Entlang dem Boise River ging es zum Snake und dann diesen entlang weiter nach Norden. In der Gegend des Hells Canyon verhungerte fast die ganze Expedition wegen des einkehrenden Winters. Hunt traf auf eine Gruppe, die er Wochen zuvor auf einem anderen Weg entsandt hatte. Sie berichteten, daß der Hells Canyon nicht bezwingbar für Pferde wäre und so kehrten sie zurück in die Gegend des heutigen Weiser. Dort ging es nach Westen und damit in das heutige Oregon. Einem alten Indianerpfad folgend erreichte die Expedition LaGrande und Pendleton. Dem Umatilla River folgend gelangten sie schließlich zum Columbia, der sie zum Fort Astoria an der Pazifikküste brachte.

Von dort fahre ich auf größeren Highways zurück nach Portland und von da an auf Interstates zurück Richtung Pittsburgh. In der Gegend von Evanston erreicht mich dann auch der erste Schneefall, den ich unbeschadet überstehe. Ich mache einen kurzen Abstecher nach Detroit, um meine Freunde Matt & Jean zu besuchen, bevor ich wieder in Pittsburgh ankomme.

Die Tagesetappen sind in Vorbereitung