Erster Jedediah Smith Trail 1822 — 1824
35. Tag: 19. September 2009 Bozeman — Rapid City

Karte Bozeman nach Rapid City
Trotzdem, dass es gestern so spät war, wache ich um viertel nach sieben auf. Ich beeile mich, dass ich fertig werde. Schließlich stehen heute mehr als 800km auf dem Plan und einkaufen wollte ich bei den Montana Silversmith ja auch noch!
Frühstücken werde ich im IHOP, das irgendwo Richtung Outback sein müsste. Ich fahre also eine Ausfahrt auf der Interstate nach Westen und biege in die Richtung zum Outback ab. Da geht’s in das Shopping Viertel. Aber beim Outback habe ich nichts gesehen, also fahre ich auf der Hauptstraße weiter. Fast schon befürchte ich, dass ich falsch bin. Aber kurz nach dem Home Depot sehe ich das IHOP–Schild an der Hauswand. Hier dürfen anscheinend keine hohen Schilder, wie sonst überall im Land, angebracht sein.
Trotz Samstag bekomme ich gleich einen Sitzplatz. Zur Zeit sind die Bedienungen da alle im Football–Shirt der verschiedenen Clubs angezogen und witzigerweise hat meine Bedienung das Shirt der Pittsburgh Steelers an. Das nenne ich Zufall!
Das Frühstück ist ganz okay, nur der Schinken ist nicht so toll und es sind nur zwei dürre Streifen. Da habe ich schon bessere gegessen. Ich bezahle und fahre zum Tanken.
Kurz vor elf bin ich endlich auf der Interstate.

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Yellowstone River, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Yellowstone River, Montana

Interstate 90, Yellowstone River, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Yellowstone River, Montana
Ich komme ganz gut voran. Nur die Steigungen machen meiner Kiste zu schaffen. Die Kühlertemperatur klettert immer wieder auf 115°C. Irgendwas muss ich mir da einfallen lassen, das passt nicht. Ich habe sogar das Gefühl, dass es schlimmer wird, wenn ich meine Lüfter einschalte. Vielleicht werde ich in Pittsburgh nochmal etwas basteln, wenn ich Zeit dazu habe.

Interstate 90, Montana

Montana Silversmith, Columbus, Montana
Schließlich komme ich gegen halb eins in Columbus an. Zuerst fahre ich in die Richtung, welche mein Routenplaner ausgegeben hat. Aber das geht in die Berge, das stimmt nie. Also drehe ich um und fahre zurück Richtung Stadt. Und plötzlich sehe ich das Geschäft. Es ist das Gebäude, welches außen im Westernstil gehalten ist und alles in Holz. Das hatte ich richtig in Erinnerung. Aber ich dachte, es wäre direkt an der Straße. Tatsächlich ist es aber an einem kleinen Platz neben der Straße.
Ich parke vor dem Laden und gehe hinein. Ich werde gleich nett begrüßt und nachdem ich sage, dass ich vor etwa 5–6 Jahren da war meint die Verkäuferin, da hat sich einiges geändert. Sie erklärt mir, was Normalpreis und was reduziert ist. Teilwiese sind da Stücke drin, die mal $160 gekostet haben und jetzt $80 kosten. Da könnte man echt in einen Kaufrausch verfallen, wenn nicht der Zoll wäre. Mein Limit liegt bei $200 und ich schaffe es für meine Eltern und Freunde etwas Nettes einzukaufen. Ich hoffe mal, dass alle mit meiner Auswahl zufrieden sind.
Gegen halb zwei bezahle ich endlich und fahre weiter. Mittlerweile zeigt mein Routenplaner eine Ankunftszeit von dreiviertel neun an. Hoffentlich kann ich da noch etwas rausfahren. Aber allzu viel wird das nicht. Vor allem, wenn man durch elend lange Baustellen ausgebremst wird, in denen man nur 55km/h fahren darf! Das ist schon fast eine Frechheit!

Interstate 90, Yellowstone River, Montana

Interstate 90, Yellowstone River, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Zug, Interstate 90, Montana

88 S10 Blazer 149000 Meilen, Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana

Interstate 90, Montana
Langsam arbeite ich mich in Richtung Wyoming vor. Das Schild verpasse ich mal wieder, weil ich mich zu sehr auf den Verkehr konzentrieren muss.

Interstate 90, Wyoming
Weiter geht es bis Sheridan. Ich habe schon fast Bedenken, dass es mit dem Sprit wieder mal eng wird. Durch das dauernde fahren im dritten Gang in den Bergen frisst die Kiste dermaßen, dass alles zu spät ist. Zumindest kommt es mir so vor. Als ich es dann ausrechne beim Tankstopp in Sheridan, ist es gar nicht so viel.
Ich gehe noch schnell auf die Toilette, futtere einen Riegel, dann geht es weiter. Richtig Zeit für Mittag habe ich nicht. Ich muss schauen, dass ich weiter komme.

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Gillette, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming

Interstate 90, Wyoming
Auch in Wyoming sind einige Baustellen auf der Interstate 90. Aber da darf man wenigstens 105km/h fahren. Ich fahre ja sowieso nur 110, von daher passt das schon.

Interstate 90, Wyoming

Sonnenuntergang Interstate 90, Wyoming

Sonnenuntergang Interstate 90, Wyoming

Sonnenuntergang Interstate 90, Wyoming

Sonnenuntergang Interstate 90, Wyoming

Sonnenuntergang Interstate 90, Wyoming
Wie ich Wyoming hinter mir lasse und South Dakota erreiche, wird es schon dunkel. Ob die Aufnahme vom Schild etwas wird, bin ich echt gespannt.
Als ich dann um halb neun in Rapid City ankomme, ist es bereits komplett dunkel. Wie ich die Strecke zum Motel fahre, erinnere ich mich langsam wieder, wie das hier war. Auch das Outback sehe ich auf der anderen Straßenseite. Einzelzimmer sind zwar keine mehr frei, aber ich bekomme ein Doppelbett zum Einzelbettpreis, weil hier sowieso nur nach Personen abgerechnet wird. Das ist der Vorteil im Motel 6.
Ich räume schnell meine Sachen aufs Zimmer. Dann schaue ich noch schnell im Laptop nach, ob es vielleicht ein Texas Roadhouse oder ähnliches gibt. Aber das Outback ist wohl das Einzige mir bekannte hier. Also fahre ich wieder dort hin. Eigentlich ist es gar nicht weit weg. Aber dadurch, dass man alles so großräumig umzirkeln muss, werden aus der Luftlinie 500m gleich gute 2,5km.
Gegen dreiviertel zehn bezahle ich und fahre zurück zum Motel. Dort versuche ich erstmal, ob ich bei einem anderen Hotel vielleicht Internet bekomme. Das klappt mit dem Microtel gegenüber. Vielleicht hat sie mir deshalb das Zimmer gegeben, das direkt gegenüber zum Motel liegt. Da hat man noch besten Empfang. Schließlich hat sie beim Einchecken gefragt, ob ich Internet brauche. Und nachdem es nicht kostenlos ist, habe ich abgelehnt, weil ich ja sowieso nur wegen den Emails nachschaue.
Eigentlich könnte ich die Motel 6 vorbestellen, weil ich sowieso nicht anders fahren werde. Und vielleicht haben sie ja spezielle Internetpreise. Dann spare ich nochmal 10%. Mal schauen. Jetzt mache ich erstmal die Buchführung und tippe das Tagebuch. Nebenbei läuft Rascal Flatts und Kenny Chesney. Emails prüfe ich auch noch. Dann lade ich die Bilder von der Kamera herüber.
Schließlich werfe ich noch einen Blick auf die Motel 6 Webseiten. Aber die haben keinen Online–Rabatt. Also lasse ich es. Dann schaue ich mir noch kurz meine Tour für morgen an, bevor ich ins Bett gehe. Da schon wieder Leute angekommen sind, die nicht gerade leise waren, werde ich vielleicht doch wieder die Stöpsel hineintun. Es ist sowieso schon wieder zwölf Uhr. Aber morgen sind es nur knapp 700km, wobei ich jedoch eine Stunde wegen der Zeitzone verliere…
Der nächste Tag ist in Vorbereitung…
- Besichtigungen
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- Allgemein
- Frühstück: IHOP, Bozeman
- Abendessen: Outback Steakhouse, Rapid City
- Motel: Motel 6, Rapid City
- Tagesetappe: 525 Meilen