Erster Jedediah Smith Trail 1822 — 1824

37. Tag: 21. September 2009 Mitchell — Davenport

Karte Mitchell nach Davenport Karte Mitchell nach Davenport
Karte Mitchell nach Davenport

Gegen eins habe ich dann doch die Stöpsel rein, weil ich immer wieder aufgewacht bin. Und obwohl ich schon zwei Fliegen am Abend gekillt hatte, muss immer noch eine unterwegs sein. Zumindest habe ich da im Halbschlaf etwas mitbekommen. Aufgewacht bin ich aber wahrscheinlich, weil da immer irgend etwas dumpf geklopft hat. Keine Ahnung was das ist. Mit Stöpsel ist es etwas besser.

Kurz vor acht wache ich dann endgültig auf und mache mich fertig. Als erstes ärgere ich mich über die Dusche. Zuerst stelle ich fest, dass warm und kalt vertauscht ist. Das ist gar nicht so einfach, weil das Wasser nur als Rinnsal aus dem Duschkopf kommt und ich nicht weiß, ob deshalb vielleicht die Leitung nicht warm wird. So dauert das Duschen deutlich länger als normal.

Dann räume ich meine Sachen zusammen und gehe mal hinaus. Gerade fängt es zum Tröpfeln an und es ist ganz schön kalt. Ich marschiere zum Office, aber das ist noch zu. Also marschiere ich gleich weiter zu APA. Dort nimmt sich der Besitzer gleich der Sache an. Das dauert nicht lange, da kann ich darauf warten. Also gibt es noch kein Frühstück.

Er erzählt mir, dass er mir eigentlich auch am Sonntag schon geholfen hätte. Aber die Polizisten hier sind so verrückt, wenn da jemand am Sonntag arbeitet, muss er mit Drogen zu tun haben. Seine Frau meint, die schauen alle zu viel Law & Order, denen ist es einfach langweilig. Deshalb ziehen sie ihn immer heraus.

So wie es aussieht, ist nur das Lager hinüber und der Arm noch soweit okay. Er bestellt zuerst die Teile und den Keilriemen und prüft, dass alles andere in Ordnung ist. Als die Teile kommen, baut er sie gleich ein und startet den Motor. Alles läuft und es sieht gut aus!

Ich frage ihn wegen Bilder und er möchte gerne auf meine Webseite. Ich habe meine Sachen ja noch im Motel, also verspreche ich, in etwa einer Stunde zurückzukommen. Dann fahre ich zum Motel und räume mittlerweile beim strömenden Regen meine Sachen ins Auto. Auch mein Auto hat er draußen im strömenden Regen repariert. Ich bin ganz schön durchnässt.

Da das Office vorhin zu war, lasse ich den Schlüssel im Zimmer, fahre aber trotzdem am Office vorbei. Den Motor mache ich gar nicht aus und gehe schnell rein. Jetzt sehe ich Licht. Die Besitzerin ist da und das mit dem Schlüssel im Zimmer ist richtig. Ich verabschiede mich und sie wünscht mir alles Gute.

Ich fahre weiter zur Country Kitchen, da ich jetzt nicht viel Zeit zum herumprobieren habe. Außerdem ist es schon fast halb elf, da weiß ich nicht, ob ich in so einem kleinen Lokal noch Frühstück bekomme. Das Frühstück ist ganz okay. Schön ist, dass man gleich eine Kanne an den Tisch bekommt. Was aber auffällt ist, dass da niemand mit einem richtig fröhlichen Gesichtsausdruck herumrennt, sondern alle recht genervt drein schauen. Irgendwie scheint das eine sehr seltsame Stadt zu sein.

Greg, All Points Automotive, Mitchell, South Dakota Greg, All Points Automotive, Mitchell, South Dakota
Greg, All Points Automotive, Mitchell, South Dakota
Greg, All Points Automotive, Mitchell, South Dakota Greg, All Points Automotive, Mitchell, South Dakota
Greg, All Points Automotive, Mitchell, South Dakota

Dann fahre ich zurück und stoppe noch schnell zum Tanken. Bei APA mache ich ein paar Bilder von Greg. Ich hoffe mal, dass die auch was werden. Er schaut auf den Bildern recht finster drein, obwohl er wirklich nett ist!

Dann fahre ich los. Es regnet immer noch und die ganze Fahrt wechselt sich Regenpause mit Regen ab. Die Temperatur ist in der Früh bei knappen 10°C.

Interstate 90, South Dakota Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota Interstate 90, South Dakota
Interstate 90, South Dakota
Interstate 29, South Dakota Interstate 29, South Dakota
Interstate 29, South Dakota

Bei Sioux Falls biege ich auf die Interstate 29 nach Süden ab.

Interstate 29, South Dakota Interstate 29, South Dakota
Interstate 29, South Dakota
Interstate 29, Iowa Interstate 29, Iowa
Interstate 29, Iowa

Die Temperatur wird erst besser, als ich in die Gegend von Sioux City komme. Da habe ich anscheinend die Kaltfront wieder abgehängt, weil die Temperatur plötzlich auf 20°C klettert.

Interstate 29, Iowa Interstate 29, Iowa
Interstate 29, Iowa
Interstate 680, Iowa Interstate 680, Iowa
Interstate 680, Iowa
Interstate 680, Iowa Interstate 680, Iowa
Interstate 680, Iowa
Interstate 80, Iowa Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa

Da ich über die Interstate 29 aus Norden komme, muss ich dieses Mal nicht durch Omaha, sondern kann gleich nördlich abkürzen und auf die Interstate 80 fahren.

Bei Avoca tanke ich im strömenden Regen. Ausgerechnet meine Zapfsäule steht genau in Richtung des Winds und es bläst mir den Regen richtig hinein. Und natürlich läuft auch die Zapfsäule extrem langsam. Also setze ich mich ins Auto und versuche, die blöden Fliegen aus dem Auto zu bekommen. Mit einer schaffe ich es. Die andere widersetzt sich hartnäckig.

Ich nutze den Stopp noch schnell für die Toilette. Da ich sowieso schon durchnässt bin, kommt es auf die paar Meter zur Toilette auch nicht mehr an. Wie ich rauskomme, hat der Regen gerade wieder Pause. Klasse, warum nicht beim Tanken?!

Interstate 80, Iowa Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa
88 S10 Blazer 150000 Meilen, Interstate 80, Iowa 88 S10 Blazer 150000 Meilen, Interstate 80, Iowa
88 S10 Blazer 150000 Meilen, Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa Interstate 80, Iowa
Interstate 80, Iowa

Bei Des Moines gerate ich dann in einen großen Stau wegen einer kleinen Baustelle. Da wird’s dann richtig warm. Das hätte ich vorhin beim Tanken gebraucht.

Auf der Interstate 80 erreiche ich dann mein heutiges Tagesziel, das Motel 6 in Davenport. Dort wird gerade ein neuer Mitarbeiter angelernt und so dauert das Einchecken ewig. Endlich habe ich mein Zimmer, ausnahmsweise nach hinten hinaus und unten. Und wie ich dann hinfahre ist kaum ein Auto da. Also habe ich vielleicht sogar nach dem Essen meinen Parkplatz.

Ich schaue schnell nach, wo ich zum Essen hinfahre und entdecke ein Lone Star und ein Texas Roadhouse. Letzteres ist etwas weiter weg, aber das nehme ich. Schnell gebe ich die Koordinaten ins GPS, dann fahre ich los. So programmiert finde ich es recht schnell. Nur leider haben die heute schon um acht Uhr geschlossen. Toll, und jetzt?!

Ich weiß ungefähr, wo das Lone Star sein müsste. Aber trotz mehrmaligen suchen finde ich es nicht. Schließlich kehre ich im 61 Bar & Grill ein. Aber ab 9 Uhr gibt es nur Appetizers, kein Abendessen mehr. Klasse, was ist das für eine Miststadt?!

Dazu kommt noch, dass die Straßen hier dermaßen verwirrend sind, dass man sich kaum auskennt. Und erstmalig sehe ich in den Staaten Fotoampeln und stationäre Radaranlagen! Die knipsen von hinten. Also habe auch ich keine Chance zu entkommen. Hoffentlich bin ich beim Kreisen nicht versehentlich mal zu schnell gefahren…

Beim 61 Bar & Grill frage ich ein paar Mädls, die gerade angekommen sind, wo das Lone Star ist. Die wissen jedoch auch nicht genau, wo es sein könnte. Aber Eine meint, dass es geschlossen ist. Wenn ich es mir so recht überlege, könnte dieses 61 das ehemalige Lone Star gewesen sein. Die Entfernung stimmt und auch das Lokal würde von der Einteilung her passen. Ich bekomme aber noch einen anderen Tipp.

Nur wie ich dann am Village Inn gleich beim Motel vorbeikomme, streiche ich die Segel. Es ist schon nach halb zehn und ich muss jetzt ein Lokal finden, bevor alle zu machen. Außerdem habe ich noch einiges auf meinem Zimmer zu erledigen. Also esse ich dort mal wieder ein Chicken, was ganz okay ist.

Gegen halb elf bezahle ich und fahre die paar Meter ins Motel. Dort bekomme ich gleich mal wieder Durchfall. Dann mache ich meine Buchführung, lege die Blake Shelton CD ein und tippe mein Tagebuch. Schließlich lade ich noch die Bilder herüber und passe meine Tour für morgen an. Gegen halb eins komme ich ins Bett, ein neuer Anlauf ohne Stöpsel zu schlafen…

Der nächste Tag ist in Vorbereitung…

  • Besichtigungen
  • Allgemein
  • Frühstück: Country Kitchen, Mitchell
  • Abendessen: Village Inn, Davenport
  • Motel: Motel 6, Davenport
  • Tagesetappe: 537 Meilen