Erster Jedediah Smith Trail 1822 — 1824

39. Tag: 23. September 2009 Columbus — Pittsburgh

Karte Columbus nach Warrendale Karte Columbus nach Warrendale
Karte Columbus nach Warrendale

Natürlich verschlafe ich wieder. In der Nacht gab es dann doch etwas Lärm von den Nachbarn und bevor ich noch ein paar Mal aufwache, habe ich doch die Stöpsel ins Ohr getan. Ich packe meine Sachen zusammen und prüfe nochmal mein Öl. Das ist immer noch ein Stück über Minimum. Das sollte also reichen. Im Moment regnet es nicht und es ist sogar mit knapp 20°C recht warm.

Ich fahre zum Auschecken und dann weiter über die Interstate zum Cracker Barrel. Doch den sehe ich nicht, dafür ist ein Bob Evans gleich am Eck. Da ich sowieso schon spät dran bin, nehme ich den. Der Service ist recht gut und der Platzanweiser scheint zumindest recht interessiert an diesen Geschichtstrails. Aber ich habe das Gefühl, das ist doch mehr höflich oberflächlich.

Kurz nach zehn bezahle ich und empfehle ihm das Buch von National Geographic über den Lewis and Clark Trail. Dann geht es zur Marathon gleich am Eck.

Interstate 70, Ohio Interstate 70, Ohio
Interstate 70, Ohio
Interstate 270, Ohio Interstate 270, Ohio
Interstate 270, Ohio
Interstate 270, Ohio Interstate 270, Ohio
Interstate 270, Ohio
Interstate 70, Ohio Interstate 70, Ohio
Interstate 70, Ohio
Interstate 70, Ohio Interstate 70, Ohio
Interstate 70, Ohio

Gegen halb elf fahre ich los Richtung Pittsburgh, die letzten Meilen Interstate liegen vor mir. Aber irgendwie scheint es mich doch wieder zurück in den Westen zu ziehen, weil ich auf die Interstate in die falsche Richtung fahre. Also drehe ich bei der nächsten Ausfahrt um und jetzt geht es wirklich Richtung Pittsburgh und auf der Interstate 270 südlich um Columbus herum.

Interstate 70, Ohio Interstate 70, Ohio
Interstate 70, Ohio
Interstate 470, Ohio River, Ohio Interstate 470, Ohio River, Ohio
Interstate 470, Ohio River, Ohio
Interstate 470, Staatsgrenze Ohio & West Virginia Interstate 470, Staatsgrenze Ohio & West Virginia
Interstate 470, Staatsgrenze Ohio & West Virginia

Es geht ganz gut voran, trotz dichtem Verkehr. So erreiche auf der Interstate 470 südlich von Wheeling die Staatsgrenze nach West Virginia und überquere wieder einmal den Ohio River.

Interstate 70, Pennsylvania Interstate 70, Pennsylvania
Interstate 70, Pennsylvania

Bald darauf erreiche ich die Staatsgrenze nach Pennsylvania — und damit auch das Ende meiner Filmvorräte. Aber wegen den paar Minuten Video hätte es sich nicht rentiert noch einmal neue Bänder zu kaufen. Von daher gibt es jetzt für den Rest nur noch Bilder.

Interstate 79, Ohio River, Pennsylvania Interstate 79, Ohio River, Pennsylvania
Interstate 79, Ohio River, Pennsylvania

Ab Washington, Pennsylvania, geht es auf der Interstate 79 richtig zu. Die Baustellen machen das auch nicht gerade besser. Aber ich komme doch wohlbehalten an der Ausfahrt zum Highway 910 nach Wexford an. Auch dort geht es ganz schön zu und es dauert eine Weile, bis ich bei meinem Chevrolet Händler in Wexford bin. Leider ist Jay in einem Meeting und wird nicht vor zwei Stunden wieder zurück sein. Mike ignoriert mich direkt. Er hat zwar einen Kunden, aber als der weg ist, fährt er dessen Auto weg, anstatt kurz Hallo zu sagen. Irgendwas scheint der Typ gegen mich zu haben, weiß auch nicht was…

Ein Anderer nimmt sich meiner an und der sagt mir, dass Jay im Meeting ist. Wie ich losfahre fällt mir ein, dass ich ja bei den beiden Jungs im Ersatzteilladen noch Hallo sagen wollte. Also fahre ich dort schnell vorbei und melde mich vom Trail zurück. Die freuen sich richtig mich wieder zu sehen! Sie haben zwar viel Arbeit, aber nehmen sich trotzdem die Zeit, sich mit mir zu unterhalten. Sie haben meinen Wagen im Laden gesehen und haben sich schon gewundert, dass ich nicht da war — zumindest hört man das raus. Ich erkläre ihnen, dass ich ganz schön im Stress war. Und auch jetzt im Stress bin wegen dem Breakdown in South Dakota.

88 S10 Blazer, Pennsylvania 88 S10 Blazer, Pennsylvania
88 S10 Blazer, Pennsylvania

Ich verabschiede mich und fahre weiter zu Helen. Da wird gerade die Straße aufgerissen. Aber ich kann noch problemlos bei ihr rein fahren. Sie ist natürlich unterwegs, aber ich habe ja meinen Schlüssel. Ich räume erstmal meinen Wagen aus, was schon eine ganze Weile dauert. Dann ziehe ich meine Arbeitsklamotten an und fahre gleich zu David. Auch da habe ich den Schlüssel und er hat mir meine Reifen gleich direkt auf die Bühne gelegt, damit ich sie ja nicht übersehe…

Ich räume erstmal die Reifen weg, dann prüfe ich noch mein Automatiköl. Auch das ist okay, aber das wechsel ich nächstes Jahr auch. Dann fahre ich rein und treffe erstmalig richtig mittig auf die Bühne. Sonst bin ich meist zu weit rechts.

Als erstes baue ich meinen Kühlergrill ab und nehme mich meiner Ölleitungen an. Da kann ich bei einigen noch nachziehen. Aber warum manche dicht sind und andere nicht, weiß ich nicht. Vielleicht habe ich bei einigen das Teflonband verkehrt herum aufgewickelt. Auch die Schlauchdichtungen ziehe ich noch überall nach und hoffe, dass jetzt alles dicht wird. Dann schraube ich meinen Kühlergrill wieder an.

Mittlerweile kommt auch David und fragt mich, wie alles gelaufen ist. Ich erzähle ihm von dem letzten Breakdown. Dann marschiert er zum Haus und ich schaue, dass ich fertig werde. Aber der vordere Lift macht wieder Schwierigkeiten. Ich bekomme ihn ein gutes Stück gerollt, dann geht absolut nichts mehr. Ich hänge mich rein, dass mir das Wasser in Strömen herunter läuft. Aber nichts geht mehr. Dazu diese Schwüle, das macht einen fertig.

Nach einer knappen Stunde habe ich die Schnauze voll und fahre das Auto passend zurück. Dann muss ich halt mehr Holz unterlegen, wenn ich nicht in der Versenkung stehe. Aber das geht schon. Nach etwas suchen finde ich die passenden Teile und los geht’s.

Die Reifen sind recht schnell gewechselt. Die Alten habe ich vorher noch auf 2,4bar aufgepumpt. Die Neuen pumpe ich vor dem Wegräumen auf 2,6bar auf. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich die noch ein Jahr fahren soll. Allzu viel Profil haben die nicht mehr.

Ich räume meine Sachen von hinten nach vorne und dieses Mal muss ich nur den Hi–Lift nach vorne heben. Dann geht die Türe hinten zu! Das heißt, dass das Profil ganz gut herunter ist. Dann passen die Reifen ohne große Probleme.

Zum Schluss suche ich noch unten das ganze Auto ab. Aber da ist nichts wirklich durchgerostet. Also ist das Wasser doch vom Wassercontainer! Den werde ich nächstes Jahr wohl entsorgen müssen. Mal schauen, ob ich da etwas anderes finde. Jetzt war es nämlich wieder nass. Aber wahrscheinlich, weil ich das Teil ziemlich zusammengepresst hatte. Ansonsten schaut alles gut aus.

Wie ich dann von unten alles absuche, sehe ich, dass ich an die vorderen Schraubverbindungen für meine Ölleitungen wohl auch von unten ran gekommen wäre — zumindest an die Schlauchverbindungen. Aber jetzt habe ich schon alles ausgebaut gehabt, komplett mit Halterung raus. Aber so habe ich wenigstens die ganzen Insekten herausbekommen.

Vorne habe ich noch eine Schraube an der Pappverkleidung verloren. Ich suche einen Ersatz, aber die dreht durch. Und von oben kommt man nicht heran. Da werde ich wohl nicht viel machen können. Aber die Schraube vom Skid Plate kann ich oben mit einer Mutter gegen kontern, die bekomme ich hin. Dann ist das wenigstens wieder fest. Am Skid Plate sehe ich schon, dass ich es ganz gut gebraucht habe dieses Jahr. Da sind schon einige Schrammen dran.

Auch wegen einer tieferen Ölwanne für die Automatik schaue ich. Das sollte auch gehen, weil das Skid ja am Transfer Case sitzt. Nur der Auspuff oder der Querträger könnte im Weg sein. Aber das kann ich riskieren. Mal schauen, was das Teil kostet. Wegen dem Kühlerumbau sehe ich, dass der Lüfter anscheinend nur mit vier Schrauben dran ist. Eventuell kann ich das Flügelrad einzeln abnehmen. Aber vielleicht macht mir den Umbau ja mein Chevrolet Händler, mal schauen.

Es ist schon viertel nach acht und ich muss zusehen, dass ich noch etwas zum Essen bekomme. Ich sehe, dass bei David der Fernseher läuft. Also halte ich da nochmal. Lisa ist da und ich verabschiede mich bis morgen. Dann geht es zurück zu Helen. Da springe ich schnell unter die Dusche und fahre weiter zum Lone Star.

Gegen viertel nach neun bin ich da und werde irgendwie freundlicher begrüßt und behandelt, als wie ich abgefahren bin. Auch das Steak ist besser als damals. Als Dressing nehme ich Bacon Ranch, was ein House Dressing ist. Da frage ich mittlerweile immer, um etwas Neues zu probieren.

Kurz nach zehn bezahle ich und fahre zurück nach „Hause”. Helen liegt schon im Bett. Also mache ich mich auch gleich fertig. Um elf war ich schon lange nicht mehr im Bett. Aber ich schlafe nicht besonders gut, wache immer wieder wegen dem scheppernden Halsband des Hundes auf. Das letzte Mal gegen vier und kann einfach nicht mehr einschlafen. Viel zu viel geht mir durch den Kopf…

Der nächste Tag ist in Vorbereitung…

  • Besichtigungen
  • Allgemein
  • Frühstück: Bob Evans, Columbus
  • Abendessen: Lone Star Steakhouse & Saloon, Cranberry
  • Motel: Zu Hause
  • Tagesetappe: 228 Meilen