Zweiter Jedediah Smith Trail 1824 — 1826

6. Tag: 27. August 2010 Pittsburgh (Kühlereinbau)

Gegen Sechs wache ich auf, stehe kurz vor sieben auf und mache mich fertig. Dann tippe ich mein Tagebuch von gestern und den Anfang von heute und schaue meine Emails durch.

Helen hat heute ein Frühstück mit Norma gegen halb neun. Sie kann mich entweder vorher zu David fahren oder ich komme mit zum Frühstück. Da sie sowieso nur eine Stunde frühstücken, gehe ich doch gerne zum Frühstück mit. Schließlich bin ich noch gut in der Zeit.

Gegen viertel nach acht fahren wir los. Es geht zum Kings Family Restaurant in Cranberry. Dort treffen wir wieder Norma, die schon mit einer Zigarette in der Hand auf uns wartet. Sie hat bereits einen Tisch reserviert. In dem Laden kennen sie alle. Norma kommt schon seit 25 Jahren an diesen Ort. Endlich gibt es wieder mein klassisches Frühstück mit Bacon und Hashbrowns.

Gegen halb zehn verlassen wir das Lokal — und ich schaffe es sogar, dass ich die Rechnung bezahlen darf. Dann geht es nach Hause und ich ziehe mich schnell um. Dann fahren wir weiter zu David.

Jetzt beginnt der große Akt des Kühlereinbaus. Als Erstes tausche ich sämtliche Kühlerleitungen, die ich finde. Trotzdem sind noch jede Menge Leitungen übrig. Das sind anscheinend Leitungen für alle S10 Varianten! Dann kommt der große Moment und ich versuche den neuen Kühler reinzubekommen. Es ist etwas fummelig an den Leitungen vorbei zu kommen, aber schließlich ist er drin.

Dann geht es daran, die Leitungen anzuschließen. Alles passt recht gut bis auf die dünne Leitung, die anscheinend zur Heizung geht. Da ist der Schlauch viel zu dick! Ich hätte zwar einen, der von dicker auf den richtigen Durchmesser geht. Der ist aber nur ein kurzes Stück lang. Und ich haben keinen Verbinder, um zwei Leitungen zu verbinden und so einen Adapter zu bauen. Also versuche ich, mit einem Schlauchbinder den Schlauch so weit zusammen zu bekommen, dass es trotzdem geht. Mal schauen, ob das dicht wird!

Dann geht es an den elektrischen Lüfter. Da ist die ganze Elektronik schon mit dran, auch der Einbausatz, den ich extra bestellt habe! Der Einbau an sich ist recht unspektakulär. Der wird direkt an der Kante vom Kühler eingehängt und dann mit den Halteplatten verschraubt. Auch die Elektronik ist nicht kompliziert. Einen Platz habe ich an meiner dicken Verteilerbox für die Sicherung noch frei. Da kommt der jetzt mit dran. Allerdings ist meine höchste Sicherung nur 20A und keine 25A. Ich hoffe, dass es trotzdem reicht.

Dann brauche ich noch zwei Leitungen nach innen. Eine mit Zündungsplus, die ich manuell abschalten kann, um den Lüfter zu deaktivieren und eine für den Eingang zum manuellen aktivieren. Die eine Leitung geht völlig problemlos durch. Aber die zweite macht dann etwas Ärger. Aber schließlich schaffe ich das auch.

Dann geht es an die obere Lüfterabdeckung. Die muss noch einiges umgearbeitet werden, damit sie über den neuen Kühler passt. Auch die Verschraubung nach vorne reicht nicht mehr. Der neue Kühler scheint um einiges tiefer zu sein! Also brauche ich hier auch nochmal neue Schrauben. Als Abstandshalter nehme ich zwangsweise Beilagscheiben, die mir wieder reichlich zwischen die Kühler fallen. Schließlich ist auch das Teil dran.

Jetzt brauche ich noch einen Halter, damit ich den oberen Kühlerschlauch rüberbiegen kann. Dummerweise hat der neue Kühler keinen schrägen Ausgang, wie der Alte, sondern einen geraden. Jetzt biegt es den Schlauch gewaltig, was eine deutliche Verjüngung gibt. Und es drückt ihn nach oben an die Lichtmaschine. Das kann ich so nicht lassen. Also binde ich ihn mit Kabelbinder und aufgeschnittenem Schlauch (zum Schutz des Kühlerschlauchs vor dem Kabelbinder) nach unten und vorne. So sollte es gehen.

Jetzt wäre alles dran zum ersten Start. Mittlerweile ist es halb neun und ich könnte es noch schaffen zum Essen. Also starten und schauen, ob es leckt. Naja, lecken kann man das nicht bezeichnen. Die Automatik läuft regelrecht aus. Aber an einer Stelle, die mir gar nichts sagt. Also heißt es jetzt suchen. Aber ich sehe nur, wo das Öl tropft, aber nicht, wo es rauskommt. Alle Verschraubungen sind auf der anderen Seite, da kann nichts laufen.

Also lasse ich ihn nochmal an und schaue unter das Auto. Und da sehe ich, wie ein feiner Strahl direkt von hinten vorkommt. Mir schwant schlimmstes und ich mache gleich aus. So wie es aussieht, haben es die verrosteten Automatikleitungen nicht überlebt und sind undicht geworden beim Biegen!

Okay, das heißt, ich muss Helen nochmal anrufen. Die spielt heute Abend Poker mit ihren Freunden und kommt nachher, um mich abzuholen. In der Zwischenzeit mache ich mir Gedanken, wie ich das Problem lösen könnte. Am besten trenne ich da, wo die Leitungen gestückelt sind. Die meisten Adapter habe ich. Aber um es vernünftig zu machen, brauche ich nochmal Home Depot und Pep Boys.

Gerade wie ich mir alles überlegt habe, kommt Helen. Wir fahren zurück und ich springe noch schnell unter die Dusche. Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als wieder ein Sandwich zu essen. Irgendwie verhungere ich schon fast. Dann prüfe ich noch schnell Emails und um halb eins bin ich endlich im Bett…

Der nächste Tag ist in Vorbereitung…

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  • Allgemein
  • Frühstück: Zu Hause
  • Abendessen: Zu Hause
  • Motel: Zu Hause
  • Tagesetappe: —