John Colter Trail 1807 — 1808

1. Tag: 13. August 2006 München — Pittsburgh

Wie üblich beginnt die Fluggeschichte wieder chaotisch. Ein paar Tage vor meinem Abflug gab es einen Anschlagsversuch mit Flüssigkeiten in London, woraufhin niemand mehr so richtig wusste, was man im Handgepäck (und vor allem wie viel) mitnehmen darf. Schließlich habe ich ja immer die ganze Kameraausrüstung dabei. Flüssigkeiten sind auf jeden Fall verboten, also keine Notausrüstung mit Duschgel etc. im Handgepäck — jetzt muss alles in den Koffer.

Um 4:15 Uhr bin ich aufgestanden und habe den Rest eingepackt. Um 7:15 geht’s dann los Richtung Flughafen. Meine Eltern fahren mich wieder zum Terminal 2, der dieses Mal zum ersten Mal kostenpflichtig ist. Die Schlangen sind bereits relativ lang, aber ich habe das Glück, dass ich zum Einchecken an einen Business–Schalter gewunken werde. Und da hat sich auch keiner wegen meinem etwas zu schweren Koffer beschwert. Insgesamt bin ich zwar unter dem Limit, aber das Einzelgepäckstück darf nicht mehr als 25kg wiegen!

Dann geht es weiter zur Security. Wegen der Geschichte in London bin ich eine Stunde eher da als sonst — und bin in gut 5 Minuten durch! Hätte ich mich gar nicht so beeilen brauchen…

Ich bin sogar so früh da, dass der USA–Security Bereich noch gar nicht offen ist. Die machen nach deutscher Pünktlichkeit erst um 8:45 auf. Also heißt es erst einmal warten. Aber auch da geht es recht fix weiter. Um neun Uhr bin ich bereits am Gate, nach einer genauen und sehr freundlichen Durchsuchung.

Boarding war geplant um 10:35. Aber wegen Problemen mit dem Flieger wird das Boarding auf 10:50 verschoben. Um 11:20 sind wir dann im Flieger, aber 6 Passagiere fehlen noch! Deswegen können wir erst gegen 11:40 starten!

Der Flug verläuft dann recht unspektakulär. Da es ein Meilenflug ist, bekomme ich natürlich keinen Fensterplatz. Aber dafür einen Platz am Gang. Meine Sitznachbarin spricht kein Englisch, also wird das ein recht schweigsamer Flug.

Um 13:40 landen wir in Chicago. Immigration geht recht flott durch, alles problemlos. Auch mein Koffer kommt kurz darauf am Band an. Dieses Mal ist das Band sogar direkt beim Ausgang. Auch durch den Zoll geht es problemlos. Dieses Mal ist auch die Abgabe des Koffers deutlich besser organisiert als letztes Mal. Das lässt hoffen, dass mein Koffer dieses Mal keinen Ausflug in die Südstaaten unternimmt.

Da mein Anschlussflug noch nicht auf den Monitoren angezeigt wird, fahre ich einfach mal zum Terminal 1, an dem meistens der Anschlussflug abgeht. Auch hier gibt es keinerlei Probleme mit der Security. Lediglich meine Tasche wird genauer untersucht. Um 14:45 bin ich durch alles hindurch und marschiere zu einem Gate, an dem recht wenig los ist — Gate B1. Einen Geschäftsmann, der gerade auf den letzten Drücker an der Security ankam, hatte ich noch schnell vorgelassen, weil es bei mir eh immer länger dauert und ich noch viel Zeit habe. Der war heilfroh, dass er seinem Flieger wieder ein Stück näher war…

Um 16 Uhr marschiere ich zu Gate B3, an dem mein Flug abgehen sollte. Doch eine Durchsage schickt mich eine Stunde später zum Gate C15. Der Flug ist komplett ausgebucht und neben mir sitzt ein Japaner, der sich ganz gemütlich die Zehen kratzt und in der Nase bohrt — sehr angenehm…

Gegen 21:30 komme ich endlich in Pittsburgh an. Um 21:45 bin ich dann am Telefon und rufe Helen an. Mein Koffer hat es auch mit mir geschafft und so marschiere ich gleich nach draußen. Um 22:20 kommt sie an und wir fahren los. Wir müssen noch einen kurzen Stopp beim Haus ihrer Mutter machen, weil die Kaffeemaschine noch dort ist. Um 23:30 falle ich schließlich hundemüde ins Bett…

  • Besichtigungen
  • Allgemein
  • Frühstück: Zu Hause
  • Abendessen: Flieger
  • Motel: Zu Hause
  • Tagesetappe: —