Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Arkansaw Teil 1806 — 1807

Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Arkansaw Teil Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Arkansaw Teil
Karte Zebulon Montgomery Pike Trail zum Red River, Arkansaw Teil

2004 folge ich den Spuren von Zebulon Montgomery Pike, der von Präsident Jefferson den Auftrag bekommen hatte, den Arkansaw und den Red River zu erkunden und Information über das spanische Gebiet zu sammeln. Die gesamte Reise ist für einen Urlaub zu lang und so habe ich ihn in zwei Teile unterteilt: Der erste Teil, auf dem ich mich jetzt befinde, geht bis zu dem Punkt in Colorado, an dem er ein kleines Fort errichtet hatte und von den Spaniern gefangen genommen wurde. Der zweite Teil folgt seinem Weg zusammen mit den Spaniern tief nach Mexiko.

Zuerst geht es über die Interstates von Pittsburgh bis nach St. Louis. Dort folgte Pike zuerst dem Missouri bis zur Mündung des Osage Flusses. Dann folgte er Letzterem, um die Osage Indianer zu treffen und Ihnen zu erklären, daß dieses Gebiet jetzt nicht mehr den Spaniern gehört, sondern Teil der USA ist. Dann zog er weiter Richtung Nordwesten zur Siedling der Pawnee Indianer. Dort hatte er einige kritische Situationen zu überstehen, aber Dank seiner Diplomatie überlebte er diese. Wenige Tage zuvor kam hier eine große Truppe Spanier stark bewaffnet durch. Und heute forderte Pike mit einer kleinen Truppe von zwanzig Mann die Indianer auf, die spanische Flagge zu senken und die Amerikanische zu hissen. Zu seinem Glück erbarmte sich ein alter Mann und folgt dem Wunsch. Dann ging es in Richtung Südwesten bis zum heutigen Great Bend, wo er auf den Arkansaw River traf. Diesem folgte er bis nach Colorado. Hier sah er auch zum ersten Mal den Berg, der heute seinen Namen trägt: Pikes Peak

Da Pike keine Ahnung von Bergen hatte, entschloß er sich, nach Norden von seinem Kurs abzuweichen, um kurz diesen Berg zu erklettern. Hierzu muß man sagen, daß Pikes Peak etwa 4300 Meter hoch ist und er diesen Versuch Ende November unternahm. So hatte er auch keine Chance mit seinen halb verhungerten und schlecht bekleideten Männern diesen Berg zu erklimmen und mußte im Bereich der Cheyenne Mountains schließlich aufgeben. Es wird vermutet, daß er bis Mt. Rosa kam. Damals schrieb er in sein Tagebuch, daß wohl niemand diesen Berg erklimmen werde. Heutzutage führt jedoch eine Straße bis hinauf zum Gipfel. Ich nehme mir ein paar Tage Zeit um auch noch den Garden of the Gods und ein paar andere Sehenswürdigkeiten in der Colorado Springs Gegend anzusehen.

In der Gegend von Cañon City mußte Pike aufgeben, dem Arkansaw zu folgen, da dieser hier in einer extrem felsigen und steilen Schlucht läuft. Da er auf der Suche nach dem Red River war, ging er weiter Richtung Norden und überquerte schließlich die Berge in Richtung Westen um abermals auf den Arkansaw zu treffen. Irrtümlich ging er aber davon aus, daß er den Red River erreicht hatte und folgte dem Fluß noch soweit, bis er kurz vor dem Ursprung des Flusses war. Dann folgte er diesem weiter flußabwärts und mußte zu seiner Enttäuschung feststellen, daß er nach Osten abbog. Jetzt vermutete auch er, daß er nicht den Red River erreicht hatte und er sah sich, wie er abermals den großen Canyon erreichte, in seiner Vermutung bestätigt. Im Februar 1807 errichtete er ein kleines Fort, wo heute die Stadt Cañon City liegt. Hier ließ er die Männer zurück, die wegen ihren erfrorenen Füße nicht mehr weiter laufen konnten. Dann zog er weiter nach Südwesten und überquerte die Wet Mountain Range, nur um abermals eine hohe Gebirgskette, die Sangre de Christo Mountain Range zu sehen. Doch auch diese Kette überquerten er und seine Leute erfolgreich, vermutlich auf dem heutigen Medano Pass. Dieser ist heute ein 4WD Paß, der einem einen tollen Ausblick auf die Great Sand Dunes gibt. Auch Pike war von den riesigen Sandbergen begeistert, als er diese 1807 sah. Er marschierte weiter nach Südwesten, bis er in der Gegend des heutigen Alamosa den Rio Grande erreichte, den er abermals (offiziell) irrtümlich für den Red River hielt. Die Historiker vermuten jedoch, daß Pike sehr wohl wußte, daß er den Rio Grande erreicht hatte und damit auf spanischem Grund und Boden war. Etwa 20 Meilen südlich von Alamosa errichtete er ein kleines Fort. Hier wurde er von den Spaniern entdeckt und mußte diesen bis tief nach Mexiko folgen. Doch darüber gibt es mehr im zweiten Teil meines Trails.

Auf dem Weg zurück nach Pittsburgh fahre ich noch einen kleinen Umweg von 600 Meilen nach Sioux Falls, wo ein Konzert von Christine Albert & Chris Gage und der Red Willow Band stattfindet. Dann geht es zurück nach Pittsburgh.

Die Tagesetappen sind in Vorbereitung